Grant Hendrik Tonne mit kommunalpolitischer Delegation zu Besuch bei der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen
Sachsenhagen – Auf Einladung der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen informierte sich kürzlich der heimische Landtagsabgeordnete Grant Hendrik Tonne gemeinsam mit SamtgemeindebürgermeisterJörn Wedemeier, der ersten Kreisrätin Andrea Stüdemann, dem SPD-Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters Heiko Monden sowie weiteren kommunalpolitischen Vertreterinnen und Vertretern über die aktuelle Situation und die Zukunftspläne der Einrichtung.
Empfangen wurde die Delegation von Stationsleiter Dr. Florian Brandes, dem Vorsitzenden des Trägervereins Uwe Wolters sowie weiteren Mitarbeitenden der Station und Vertreterinnen und Vertretern des Trägervereins. Bei einem Rundgang über das Gelände erhielten die Gäste Einblicke in die tägliche Arbeit der Station, die Versorgung verletzter und geschwächter Wildtiere sowie in die besonderen Herausforderungen des Artenschutzes.
Anlass des Besuchs waren die geplanten Baumaßnahmen zur Erweiterung und Modernisierung der bestehenden Infrastruktur. „In den vergangenen Jahren ist unser Team stetig gewachsen. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Tiere, die wir aufnehmen, medizinisch versorgen und wieder auswildern, kontinuierlich gestiegen“, erläuterte Dr. Brandes zu Beginn des Rundgangs. Diese positive Entwicklung zeige einerseits das hohe Vertrauen in die Arbeit der Station, mache andererseits jedoch deutlich, dass die räumlichen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen.
Konkret ist am bestehenden Standort eine Aufstockung des Gebäudes geplant, in dem sich derzeit der Exotentrakt befindet. Durch eine zusätzliche Etage sollen moderne und funktionale Arbeitsräume geschaffen werden. Vorgesehen ist unter anderem die Reptilienhaltung zu verlegen und weiteren Platz für die Tiermedizin zu schaffen. In einem zweiten Schritt können dann die Aufenthaltsbereiche und sanitären Anlagen für die Mitarbeiter neugestaltet werden. Ziel ist es, insbesondere die räumliche Trennung zwischen Wohnbereichen der Praktikanten und Freiwilligendienstler und den allgemeinen Arbeits- und Aufenthaltsräumen der Mitarbeitenden klarer zu strukturieren und damit sowohl den Arbeitsalltag als auch die Lebensqualität vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Andrea Stüdemann betonte im Rahmen des Besuchs die besondere Bedeutung der Einrichtung für die Region: „Die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen ist eine zentrale Anlaufstelle für den gesamten Landkreis Schaumburg. Gemeinsam mit den Tierheimen in der Region leistet sie einen unverzichtbaren Beitrag zum Tier- und Naturschutz.“ Die Einrichtung sei ein wichtiger Baustein im Netzwerk aus ehrenamtlichem Engagement, kommunaler Unterstützung und fachlicher Expertise.
Auch Grant Hendrik Tonne hob die landesweite Bedeutung hervor: „In Niedersachsen gibt es keine in Größe und Vielfalt vergleichbare Wildtier- und Artenschutzstation wie hier in Sachsenhagen. Diese Einrichtung ist ein bedeutender Bestandteil unserer Infrastruktur im Bereich Natur- und Artenschutz. Die engagierte Arbeit des Teams verdient Anerkennung und Unterstützung.“ Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Herausforderungen für heimische Wildtierarten sei es wichtig, bestehende Strukturen zu stärken und zukunftsfest auszubauen.
Zum Abschluss des Gesprächs verständigten sich die Beteiligten darauf, den konstruktiven Austausch fortzuführen. Ziel ist es, gemeinsam zwischen Land, Kommune und Trägerverein tragfähige Lösungen für die anstehenden Investitionen zu entwickeln und die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagenlangfristig weiterzuentwickeln. Alle Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, dass durch eine enge Zusammenarbeit die erfolgreiche Arbeit der Station nachhaltig gesichert und weiter gestärkt werden kann.